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Familiegarten

Parzelle154

  
 

Bauernregeln

 

Anfang und Ende vom Januar deuten auf das ganze Jahr.

Der Winterschnitt wird durchgeführt, nur nicht, wenn Stein und Bein gefriert.

Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rauh.

Klirrt der Frost im Januar, gibt's ein gutes Erntejahr.

 

Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst du schon den Frühling winken.

Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.

Wenn im Februar die Mücken schwärmen, muß man im März die Öfen wärmen.

Wenn's der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.

 

Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz.

Halt den Samen jetzt parat für die erste Frühjahrssaat.

Märzengrün, das laßt euch sagen, soll man mit dem Schlegel in die Erde schlagen.

Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.

Wenn im März viel Winde weh'n, wird's im Mai dann warm und schön.

 

Grasmücken, die fleißig singen, wollen uns den Frühling bringen.

Wenn der Kuckuck am 9. nicht gesungen hat, ist er erfroren.

Jeder warme Frühlingsregen, kommt der Pflanze wohlgelegen.

Ist der April schön und rein, wird der Mai ein ganz wilder sein.

Wie's im April und Maien war, so wird das Wetter im ganzen Jahr.

 

Im Garten niemals unterschätze, zum Schädlingsfang die Spinnennetze.

Die Bohnen werden nie versagen, legst du sie erst an diesen Tagen.

Erst Mitte Mai ist der Winter vorbei.

Pflanze jetzt auch Knollen, die noch blühen sollen.

Dreht zweimal sich der Wetterhahn, so zeigt er Sturm und Regen an.

 

Fliegt der Kiebitz tief und die Schwalbe hoch, bleibt das trock'ne Wetter noch.

Im Juni muß vor Hitze braten, was im September soll geraten.

Wenn naß und kalt der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.

Weht's aus Ost bei Vollmondschein, stellt sich strenge Kühle ein.

Wenn die Sonne scheint sehr bleich, ist die Luft an Regen reich.

 

Legst du im Juli nochmals Bohnen, wird sich im Herbst die Ernte lohnen.

Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis.

Wenn großblumig im Juli wir Disteln erblicken, will Gott gar guten Herbst uns schicken.

Genauso wie der Juli war, wird nächstes Mal der Januar.

 

Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End' nicht lassen kann.

Macht der August uns heiß, bringt der Winter viel Eis.

Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, so hält sich das Wetter gerne.

Ist Nordwind im August nicht selten, so soll er schönem Wetter gelten.

 

Durch des Septembers heit'ren Blick, schaut nochmals der Mai zurück.

Viele Eicheln im September, viel Schnee im Dezember.

Fällt im Wald das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell.

Ziehen die wilden Gänse weg, fällt der Altweibersommer in den Dreck.

Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.

Späte Rosen im Garten - schöner Herbst und der Winter kann warten.

 

Bringt der Oktober viel Frost und Wind, so sind der Januar und Februar gelind.

Gewitter im Oktober künden, du wirst einen nassen Winter finden.

Siehst du fremde Wandervögel, wird es kalt nach alter Regel.

Wenn die Eiche noch ihr Laub behält, gibt's im Winter strenge Kält.

Bringt der Oktober schon Schnee und Eis, ist's schwerlich im Januar kalt und weiß.

Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Januar.

 

Wenn's im November donnern tut, wird das nächste Jahr wohl gut.

Den Komposthaufen umgesetzt, ist eine Arbeit grad für jetzt.

Friert im November zeitig das Wasser, ist's im Januar umso nasser.

Geht die Sonne feurig auf, folgen Wind und Regen drauf.

 

Dezember kalt mit Schnee, tut dem Ungeziefer weh.

Ein dunkler Dezember deutet auf ein gutes Jahr, ein nasser macht es unfruchtbar.

Abenröte bei West, gibt dem Frost den Rest.

Ist's in der Heiligen Nacht hell und klar, so gibt's ein segensreiches Jahr.

Ist es grün zur Weihnachtsfeier, fällt Schnee auf die Ostereier.

 

 

 

 

 

 


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